Equipment & Software
Das war meine gesamte Hardware. Fast ein No-Budget-Projekt. Zur eingesetzten KI unten mehr.
Instrumente, Technik (ohne KI)

Ich bin dankbar, dass ich als mittelmäßiger Gelegenheitsgitarrist so ein Meisterstück spielen darf! Die Bernabé ist ein Vielfaches meines restlichen Equipments wert. Modelo 40, Baujahr 1992. Damals habe ich sie auch gekauft. Mit zwei Mikros aufgenommen, am 12. Bund (Røde NT1-A) und neben dem Schallloch (Røde M3), mit 30 cm Abstand. Doppelt aufgenommen, also der Haupt-Part in vier Tonspuren. Als einziges Instrument klingt es so wie es aufgenommen wurde, kein Equalizer, kein Hall, Bernabé pur.

Julians Zimmer ist am weitesten weg vom lärmempfindlichen Jonas. Daher musste hier mein Tonstudio sein. Ich habe seine Erlaubnis, dort Musik zu machen. Aber von meinen Aufnahmen wusste er nichts. Alle Konzertgitarren- und Gesangsparts entstanden hier. Den Fliesenboden legte ich mit Decken aus und versuchte überall, Schall-schluckende Elemente hinzustellen. Ziel ist ein möglichst trockener Klang, den man dann gezielt in der DAW bearbeiten kann. Ich machte immer vorher Fotos und räumte danach so auf, dass von meinem Tun nichts bemerkt wurde. Warum? Siehe unter Projekt BluJo.

Meine 45 Jahre alte Ibanez hat das alles gespielt. Deren Wert beträgt etwa ein Hundertstel der Bernabé. Über MIDI Guitar 3 in Reaper habe ich Midi-Signale aus der E-Gitarre gemacht. Daraus den Bass mit MODO Bass, die Oboe in der 3. Strophe mit Decent Sampler/ Decent Oboe und den Synthesizer mit Splice/ Opia Synth Wave 1 im Schlussteil. Die E-Gitarre im letzten Refrain mit Bogren BDH 66o6 Plus. Ich habe viel manuell nachgearbeitet. „Geistertöne“ vor allem beim Bass gelöscht, Noisegate bei der E-Gitarre eingesetzt und viele Midi-Noten versetzt oder in ihrer Dauer verändert.
Zwei Monate lang war zunächst der Schlagzeug- und Percussion-Part von Sades Smooth Operator in https://www.youtube.com/watch?v=CTJkqlRYzbw der Rhythmus meines Songs, aus Youtube als Audio-file heruntergeladen und in Reaper beschleunigt auf 136 bpm. Latin Groove, total trocken, ohne Hall. Dazu spielte ich alle Konzertgitarren-Parts und den deutschen Gesang ein. In https://www.youtube.com/watch?v=oFHLsPumPCM war wunderbar zu sehen – mit fünf Kameras -, welcher Schlag auf welchem Schlagzeugteil wann erfolgt. Ich habe da immer wieder nachgeschaut, wenn ich mir unsicher war. Basis des Rhythmus meines Liedes war Bossa Nova.
Alle Rhythmus-Instrumente mussten als Midi-Noten in Reaper programmiert werden. Ich versuchte erst, das mit ReaSamploMatic5000 hinzubekommen, das bei Reaper schon dabei ist. Ich suchte im Internet viele Stunden nach passenden Sounds einzelner Instrumente. Ewig habe ich Bongo-Sounds auf die richtigen Tonhöhen gestimmt und verglichen. Das Ergebnis war dann zwar rhythmisch und melodisch korrekt, klang aber scheußlich. Dann versuchte ich es mit MODO Drum, das kostete schon 50 €. Ein Schlagzeug-Set, bei dem alle Teile gut zusammen passen. Aber immer noch gefiel mir der „geklaute“ Sade-Sound viel besser. Schließlich kaufte ich EZDrummer für 219 € und suchte mir da alles zusammen aus vier Schlagzeug-Sets. Hi Hat, Kick, Cymbal aus dem TightR-Set, die Toms aus MainR, Snare Sidestick aus Jazz und aus dem Percussion-Set zwei Congas, zwei Bongos und Chimes im Schlussteil, zum Blütenregen. Jetzt war ich endlich zufrieden.

DAW steht für Digital Audio Workstation. Anfangs hatte ich die Illusion, den Song mit Audacity aufzunehmen. Damit hatte ich vor Jahrzehnten schon mal was gemacht. Wer aber halbwegs was aus seinem Song machen will, braucht eine DAW und hat die Qual der Wahl. Bevor ich den ersten Zupfer aufnahm, schaute ich einen Monat lang Youtube-Videos. Erst mal, um eine DAW auszuwählen, dann für die ersten Schritte in Reaper. Mein Song hat 57 Spuren, viele davon nur für kurze Effekte. 9 Spuren Gesang Deutsch, 9 Englisch. Jeweils in einem eigenen Bus, um sie mit einem Klick auf Mute stellen zu können. Im Bild oben sieht man Gitarren- und Gesangsspuren. Es gibt ein Hauptprojekt und ein Masterprojekt für das Mastering am Schluss. Im Gegensatz zu Grafikprogrammen kann man so ein Audio-Projekt problemlos mit einem normalen Laptop schaffen. Ab und zu speicherintensive Plug-In-Spuren gerendert einfrieren und immer schön aufräumen.

Im Gegensatz zu KI-Grafikprogrammen, bei denen man mit Texteingaben neue Bilder oder Video-Clips erzeugt und meist sehr vom Zufall abhängt, ist Davinci wie ein Grafik-Chirurgie-Kasten, mit dem ich 30stel-Sekunden-genau Bildfolgen und exakt komplexe Effekte steuern konnte. Die Ergebnisse sind hier nie zufällig. KI spielt aber hier auch eine Rolle: Man kann damit alte Videos in der Qualität verbessern oder die Magic Mask nutzen, die mein liebstes Tool wurde. Damit kann man Objekte aus Video-Clips ausschneiden und in anderen Clips einspielen. Allerdings ist dringend ein Rechner mit Grafikprozessor zu empfehlen. Mein Laptop hat keinen. In 60 Vorprojekten machte ich alle rechenintensiven Effekte, teilweise hatte ich Vor-Vor-Vorprojekte und oft ewige Wartezeiten. Die Ergebnisse speicherte ich in ProRes-Dateien in höchster Qualität, die riesengroß sind, aber leicht zu verarbeiten. Mein Hauptprojekt mit 30 fps musste ich für die 6 Minuten dennoch in zwei Teile teilen. Eine schnelle SSD-Platte mit 1,7 TB kaufte ich mir für 200 Euro. Wie in Reaper hatte ich in den Hauptprojekten Deutsch- und Englisch- Ton- und Textspuren, jeweils eine Sprache auf Mute. Die Audiospuren kamen direkt aus Reaper.
Den Wind vom Anfang und vom Ende des Songs suchte ich schon ganz zu Beginn aus. Für solche Geräusche gibt es viele Webseiten. Vieles bekommt man umsonst, ich kaufte auch einiges für ganz wenig Euro. Vieles davon nutzte ich dann aber gar nicht. Was auch wichtig ist, dass man nicht am falschen Ende spart. Ich habe ordentliche Mikro-Ständer und Kabel gekauft. Mit Shutter Encoder habe ich endlos viele Videos und Bilder umformatiert, z. B. alle Bilder für diese Webseite auf maximal 150 KB in webp, meist noch viel kleiner. Und bei solchen tollen, kleinen Helfern auch mal freiwillig 10 Euro oder sowas gegeben.

Ich erstellte diese Webseite mit WordPress, Gutenberg-Editor, Theme Astra, Spectra, Template Outdoor Adventure. Polylang für die Mehrsprachigkeit. Warum? Ich dachte, was, wenn mir tausend Fragen gestellt werden und ich keine Zeit habe dafür? Einfach nicht beantworten, wo mir doch so viel daran liegt, Aufmerksamkeit für das schwierige Thema ME/CFS zu erzeugen? Diese Webseite soll möglichst viele Fragen beantworten, damit ich einfach darauf verweisen kann. Und wenn keiner fragt, ja, dann war die Mühe halt umsonst.
Künstliche Intelligenz
KI habe ich überall eingesetzt. Hier ein Beispiel:
Davinci und Kling mit Motion Control
KI macht nichts von allein. Ohne KI wäre aber vieles völlig unmöglich.
So wurde ich auch noch Schauspieler. Eine völlig neue Rolle für mich. Ich filmte mich, während ich den E-Gitarren-Part spielte und das übertrug Kling AI dann inklusive meiner Mimik auf Dragomir. Aber dem eine E-Gitarre in die Klauen zu drücken und ihn in die richtige Startposition zu bringen, dauerte auch eine Weile. Ich nutzte dieses Verfahren vielfach im Video.
1. Just ME spielt Gitarrenpart. Smartphone-Aufnahme im Wohnzimmer.
2. Davinci: Just ME mit Magic Mask ausschneiden, Hintergrund weg.
3. Dragomir-Startbild in Kling – viele Einzelschritte. Dauert eine Weile.
4. Just ME-Video in Kling bei Motion Control mit Prompt und Dragomir-Startbild vorgeben.
5. Dragomir-Video in Davinci nachbearbeiten, nicht nur Bildschnitt. Gilt für alle KI-erzeugten Videos. Framerate anpassen, Retime/Scaling Optical Flow, Farbeinstellungen, Film Grain.
6. Davinci: Dragomir-Video überlagert mit Just ME-Video mit Opacity = 50. Bilder daraus entnommen mit Grab Still auf der Color-Page.
7. Bilder für Webseite mit ShutterEncoder verkleinert.
8. Image Gallery /Carousel in WordPress mit Bildern gefüllt.
Ohne KI hätte ich dieses Projekt nie angefangen.
Ich nutze KI so, als hätte ich hier einen Freund wohnen. Nein, viele. Das sind alles Spezialisten mit Ausnahmebegabungen. Die kennen zu ihren Themen alles Wissen der Welt, bringen aber manchmal die einfachsten Dinge durcheinander. Oder geben detaillierte Anweisungen, haben aber leider eine frühere Programm-Version im Kopf. Das merkt man schnell und fragt noch mal nach. Und erfährt dann hoffentlich, wie es nach dem neuesten Handbuch geht. – Manchmal aber gibt man besser auf und macht es irgendwie anders:
KI habe ich eingesetzt bei
• Audio: Audimee einmal für einige Sekunden im Hintergrund, meine eigene Stimme 1 Oktave tiefer. Der Song ist ansonsten KI-frei.
• Recherche und Anwendungsfragen zu allen technischen Themen
• Video: Kling AI und Runway für erfundene und nachgestellte Szenen (Pro-Abos für 36 und 33 € monatlich), Davinci-KI-Funktionen
• Englischer Text: Google, Chat GPT, Claude + DeepL. Die haben meine und ihre eigenen Vorschläge drei Tage lang hin und her geprüft, bis es für mich passte. Die entscheidenden Ideen hatte ich aber immer selbst – Just ME halt.

Stellt dir vor, Dein Fön brennt plötzlich und du fragst entsetzt „Hey Google, was soll ich jetzt machen?“
(Szene aus dem Making-of-Video zu „Blumen für Jonas“, veröffentlicht im Juli 2026)
… = Auslassungen
Just ME (icke): Was zu tun ist, wenn ein Fön plötzlich Feuer spuckt?
Google: … 1. Sofort den Strom trennen (Wichtigster Schritt!)
Ziehen Sie NIEMALS das Kabel heraus, wenn Flammen zu sehen sind – es besteht die Gefahr eines heftigen Stromschlags.
Gehen Sie direkt zum Sicherungskasten: Schalten Sie sofort die Sicherung für das entsprechende Zimmer (Bad) oder direkt den Hauptschalter (FI-Schutzschalter) für die gesamte Wohnung aus. Erst wenn der Strom komplett weg ist, ist die größte Gefahr gebannt.
…
Just ME (icke): Mein Hauptschalter für den Strom ist im Keller und meine Frau, die den Fön am meisten nutzt, käme auch gar nicht schnell da hin. Würde ich gehen, müsste ich im Keller dann erst mal eine Taschenlampe aus dem Nebenraum holen, um die Beschriftung zu erkennen. Ich müsste auch an meine Lesebrille denken. Unter diesen Umständen wäre es wohl das beste, etwas isolierendes zu nehmen, ein Handtuch z.B. um die Hand zu wickeln mit einem Handgriff und doch das Kabel zu ziehen, alles innerhalb einer Sekunde? Sonst hat man garantiert einen Wohnungsbrand verursacht.
Google: Unter den von Ihnen beschriebenen Bedingungen ist Ihre Überlegung völlig nachvollziehbar und pragmatisch gedacht. Wenn der Hauptschalter unerreichbar im dunklen Keller liegt, zählt in den ersten Sekunden in der Wohnung jede einzelne Sekunde, um Schlimmeres zu verhindern. Dennoch gibt es bei der Umsetzung Ihrer Idee ein paar lebenswichtige physikalische und praktische Dinge, die Sie und Ihre Frau beachten müssen, damit dieser Rettungsversuch nicht tragisch endet:
Das Problem mit dem Handtuch (Die Lichtbogen-Gefahr): Ein normales Handtuch schützt zwar kurzzeitig vor Hitze, aber nicht vor elektrischem Strom.
…
Schutz für die Hand: Nutzen Sie statt eines Handtuchs lieber einen trockenen, dicken Topfhandschuh aus Silikon oder dickem Leder (z.B. Grillhandschuhe), falls greifbar. Diese schmelzen nicht sofort und isolieren deutlich besser als Stoff.
…
Just ME (icke): In meinem Leben hatte ich ähnliche Fälle schon einige Male. Ich habe immer den Stecker gezogen, sofort. Hat immer schlimmeres verhindert. Allein die Überlegung, wo denn ein dicker Topfhandschuh liegt – garantiert niemals im Bad – würde den Brand auslösen. Es kommt hier auf Zehntel Sekunden an. Wie viele Tote gab es im letzten Jahr durch gezogene Steckerkabel bei so einem Fön? Der Brand ist normalerweise ja immer am heißen Fön selbst und nicht am Stecker. Wo gibt es eine Website, die dazu Tipps gibt?
Google: Es gibt weltweit keine einzige registrierte Statistik über Todesfälle, die spezifisch durch das Herausziehen eines brennenden Föhnkabels verursacht wurden.
Tote durch Stromschläge im Haushalt: Die Zahl aller tödlichen Stromunfälle in Deutschland (über alle Elektrogeräte hinweg) liegt extrem niedrig bei ca. 30 bis 40 Fällen pro Jahr. Die meisten davon passieren durch groben Pfusch beim Heimwerken oder wenn Geräte ins Badewasser fallen.
Die wahre Gefahr ist das Feuer: Brände durch Föhns (wenn diese z.B. unbeaufsichtigt auf dem Bett liegengelassen werden oder einen Defekt haben) sind statistisch viel gefährlicher. Erst 2024 gab es beispielsweise ein schweres Brandunglück in Bremen. Die Opfer sterben dabei jedoch fast ausnahmslos an den Rauchgasen und nicht am Strom.
Das Risiko, beim beherzten Ziehen des Steckers einen tödlichen Schlag zu bekommen, ist bei modernen Steckdosen und intakten Kabeln also verschwindend gering im Vergleich zur realen Gefahr eines Wohnungsbrandes. Ihre Intuition war hier statistisch gesehen genau die richtige Lebensversicherung.
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Just ME (icke) dazu: Warum Google zunächst so dringend vom Ziehen des Steckers abgeraten hat, fand ich auch noch heraus: Organisationen, die Rat für solche Fälle geben, haben Sorge, dass sie auf Schadenersatz verklagt werden könnten, wenn jemand den Stecker zieht, weil sie das empfohlen haben und dann einen Stromschlag bekommen. Weil die Rechtsprechung in Deutschland so ist. Deshalb machen sie einen Eiertanz um das Thema „Stecker ziehen“ und Google hat das entsprechend interpretiert. Ein Kabelbrand ist aber bei einem Funken schlagenden (oder brennenden) Fön wohl nie die Ursache. Insofern werde ich auch künftig den Stecker ziehen, falls sowas passiert.
Mein Sohn Jonas liegt übrigens keine 5 Meter vom Badezimmer entfernt. Im Fall eines Wohnungsbrandes könnte er sein Pflegebett nicht verlassen. Ich bekäme lieber einen Stromschlag als dass ich einen Wohnungsbrand riskiere. Und warte die Brandmelder regelmäßig.
FAZIT: Vertraue der KI niemals blind!
KI-Video-Nachweis – wo?
Eine große Gefahr von KI ist, dass man Realität von Fiktion nicht mehr unterscheiden kann. Schwierig. Fast alle Fotos wurden von mir – Just ME – gemacht und sind ohne KI-Bearbeitung im Video. Auch die selbst gefilmten Videos sind nicht KI-verändert, bis auf „Kleinkram“. Etwas wie z.B. das Hinzufügen einer Libelle ganz winzig im Bild, nur als Gag. Oder das, was ich unten zur Stelle 00:20 beschreibe. Einige Startbilder von mit KI erzeugten Video-Clips sind ebenfalls reale Fotos. Hier alle Szenen, die mit KI bearbeitet wurden und auch Erläuterungen zu einigen anderen.

Videolink 00:00: Andrea und Jonas schauen über die Südspitze von La Palma übers Meer Richtung El Hierro. Die nächsten 20 Sekunden erzeugte ich mit Runway. Wieso da plötzlich ein Drache auftaucht, steht auf JustMe/Dragos.

Videolink 00:20 – Der Drache ist in Runway erzeugt, mit der Magic Mask in Davinci ausgeschnitten und hier eingefügt. Ansonsten ist nichts verändert. Wonach Julian sich kurz danach dann umgeschaut hat? Vielleicht war es ja doch wirklich ein Drache? Wer weiß. – Das Ganze sieht nicht professionell aus. Ich versuchte, einen anderen Drachenflug zu erzeugen und gab es aber dann auf. Es gab noch zu viel anderes zu tun. Da jeder weiß, dass es Drachen nicht gibt, ist das klar als künstlich zu erkennen. Das ist „Kunst“ – im wahrsten Sinne des Wortes – und braucht daher keinen extra Hinweis.

Videolink 00:30: Das ist die einzige Szene, wo ich von meinen Prinzipien, die Originale nicht zu verändern, abgewichen bin: Das Foto ist original so entstanden. Danach machte ich damals weitere Fotos und dann noch kurz ein Video. Aber da waren die beiden schon ganz unten und eine Staubwolke hing noch hinter ihnen. Das konnte ich nicht nehmen. Und mit Einsatz des Rhythmus passt dieser schnelle Lauf einfach perfekt! Ich gab Kling AI Startbild und Endbild vor und machte unzählige Versuche, bis es mir halbwegs gefiel. Das war noch viel komplizierter, ich musste es in zwei Teile schneiden, das führt hier zu weit. Aber ich schwöre: Genau so sind sie damals da runtergestürmt!

Videolink 00:39: Der Hintergrund ist das Startbild des Videos (00:00). Andrea und Jonas habe ich mit Kling AI „rausgebeamt“ und Dragoblew einfliegen lassen. Hat ewig gedauert, auch, um die fünf Schläge von Dragoblew 30stel-Sekunden-genau zum Song einzupassen. Aber das sind doch keine Bongos, die man da im Song hört? Richtig, das sind die Toms. ABER: Ich habe extra deswegen noch fünf Bongoschläge parallel hineingetan (Midi-Noten EZDrummer, Set Percussion in Reaper). Sie sind da, auch wenn sie gegen die lauten Toms nicht antrommeln können. Weitere Details zu Dragoblew auf JustMe/Dragos.

Videolink 00:46: In der 1. Strophe ist nichts KI-verändert. Die vier Fotos vom Anfang habe ich am 20.06.2013 so hintereinander fotografiert. Auch das danach auf der Schaukel. Alle Fotos sind nur „geschnitten“ und „animiert“. Einfliegen, Zoom etc. sind einfache Standard-Funktionen in Davinci Resolve. Aber das benötigt dennoch auch viel Zeit, bis es zur Musik passt. Vor allem für mich als Anfänger, was Videobearbeitung betrifft.

Videolink 01:21: Das ist ein Lückenfüller, weil es da keinen Text gibt. Just ME mit Magic Mask in Davinci ausgeschnitten. Original-Bild in Kling AI so animiert, dass die Wolken ziehen. Sah im Original exakt so aus – und von nahem noch viel eindrucksvoller. Wie ein Wolkenfall, der sich in Nichts auflöst. Da könnte ich stundenlang zuschauen. In der Realität hätte ich mich daher anders herum gesetzt, um den Ausblick zu genießen.
Und ja, wie eine echte Aufnahme sieht es nicht aus, soll es auch gar nicht unbedingt. Ist nur ein Gag. Extra noch einen Schatten machen zu lassen, damit es echter wirkt, die Zeit fehlte mir dann. Ich habe den Part natürlich auch gespielt bei der Aufnahme, mit dem Lied im Hintergrund in 136 bpm. Die Wolken in Bewegung zu bringen, die Mundbewegungen exakt zur Musik zu justieren, das alles war genug Fummelkram.

Videolink 01:35: Reales Startbild vorgegeben und erzeugt in Kling AI. – Neben Musik und Wandern auf Inseln im Urlaub sind Brettspiele mein größtes Hobby. Und auch das, womit ich am meisten Zeit in meinem Leben verbrachte, von Arbeit und Schlafen abgesehen. Meine Söhne habe ich damit infiziert. Blau ist immer meine Farbe. Mit gelb ärgere ich hier den Julian. Leider haben wir von unseren vielen Stunden beim Spielen so gut wie keine Fotos. Daher habe ich das Brett extra für diese Szenen aufgebaut. Julian und ich spielen Zug um Zug auch heute oft, vor allem seine eigene „Herr der Ringe“-Variante davon.

Videolink 01:46: Auf einer Wanderung in der Nähe von Freiburg. Julian guckt wirklich so, da ist nichts bearbeitet. Habe die drei mit der Magic Mask in Davinci ausgeschnitten. Dann habe ich Samba durch den Garten getanzt. Dragomir hatte ich nach stundenlangem Friemeln in Runway Bongos umgehängt. Mit denen sollte er trommelnd und Samba tanzend durchs Bild laufen. Runway konnte man dafür aber ganz vergessen. In Kling AI mit Motion Control übernahm Dragomir perfekt meine Bewegungen, schmiss aber in der ersten Zehntel Sekunde beide Bongos weg. Habe stundenlang für eine andere Alternative geübt und gegen den Takt imaginäre Bongos geschlagen. Hat nicht funktioniert. Also läuft er ohne Bongos durchs Bild. Bär und Einhorn (warum? Siehe ganz unten in Texte): In Kling AI Bewegung des Drachen vorgegeben für zwei weitere einzelne Video-Clips. Deshalb alle im Takt. Dann in Davinci alle einzeln mit Magic Mask ausgeschnitten und die fünf Ebenen übereinander gelegt. Drag-O-Flynn war erst auch noch mit drin, aber den habe ich wieder rausgeworfen, war zu viel. Ich war ein Wochenende damit beschäftigt.

Videolink 02:37: Jonas und Andrea aus dem Originalbild mit Kling AI rausgenommen. DragoMa da reinzubekommen und glaubwürdig auf die Kamera zufliegen zu lassen, war viel aufwendiger als gedacht. Mit Magic Mask aus anderem Video-Clip ausgeschnitten, mehrmals Hin und Her zwischen Kling AI und Davinci. Schließlich gab ich Kling AI sowohl Start- als auch End-Bild (siehe Foto oben) vor. Ich war mit dem Ergebnis erst zufrieden, als DragoMa auch einen Schatten warf und ich die Wolken mit Hilfe von Kling AI auch ziehen lassen konnte. Die ziehenden Wolken schnitt ich wieder mit der Magic Mask aus und legte sie über den Hintergrund. KI-Video-Programme verändern leider oft auch Dinge, die gleich bleiben sollen oder verschlechtern da die Qualität. Zu Drag-O-Flynn ganz unten noch mehr. Und auf JustMe/Dragos.

Videolink 03:09: Es waren ein Jahr lang Hindernisse zu überwinden, bis Jonas die Immunadsorption erhalten konnte. Es klappte auch dank unserer tollen Krankenkasse mkk in Berlin! – Dieser Video-Clip enthält keinerlei erfundene Elemente. Er ist aber ein gutes Beispiel dafür, wie man aus einem verwackelten 9:16-Hochkant-Video einen kleinen 16:9-Ausschnitt mit Stabilization in Davinci Resolve so wackelfrei bekommt, dass man ihn noch verwenden kann. Das ist dort eine „KI-Funktion“, die meinen schwachen Laptop stundenlang beschäftigt hat, aber nicht im Sinne eines KI-Video-Programmes wie Kling oder Runway. Da wird nichts erfunden, sondern die Bilder werden so verschoben, dass sie ohne wackeln zusammenpassen. – Das ist aber nicht immer möglich. Ich wollte Video-Clips verwenden, bei denen ich es nach langen Versuchen aufgab. Da war die Qualität einfach zu schlecht.

Videolink 03:51: Eigentlich sollte der ganze Krankenhaus-Part im Comic-Stil sein, um ihn schon so ganz klar als nachgestellt zu kennzeichnen. Aber die KI-Programme ließen das nicht zu; alle Versuche mit „Comic-Figuren“ wirkten nur lächerlich. Darüber könnte ich ein eigenes Video machen…. Als ich den Krankenhaus-Part fertiggestellt hatte, atmete ich auf. Das Schwierigste in meinem Projekt war geschafft. Hier ist alles mit Hilfe von Kling AI, Davinci, sowie eigenen nachgestellten Bildern und Videos erzeugt. Meist mit mehreren Vorprojekten in Davinci, äußerst aufwendig. Das genauer zu schildern, würde hier den Rahmen sprengen. Ich habe den ganzen Teil als „Symbolische Darstellung“ gekennzeichnet. Aber die Szenen sind alle der Realität von Jonas Krankenhausaufenthalt 2014 nachempfunden. Dafür habe ich ewig überlegt, wie ich Sachen, die sich über Stunden oder gar ein Jahr hinzogen, in zwei Sekunden als Video-Clip darstellen kann, jeweils passend zum Text. Ich habe dazu auch viel recherchiert. Auch 2024 mussten wir üble Erfahrungen machen und heute ist es in den meisten Krankenhäusern nicht besser. Bis auf Ausnahmen wie der BDH-Klinik in Waldkirch in 2025, wo größte Rücksicht auf Jonas Symptome genommen wurde. Ich war den Ärzten und allen anderen dort sehr dankbar dafür. Siehe auch FAQ hierzu.

Videolink 04:19: Ich beschrieb in Runway das Bild des Kampfroboters und der Coronaviren auf einem Hügel über der brennenden Stadt und im Hintergrund einen Blitz und eine Atomexplosion und noch mehr. Das ging erstaunlich schnell. Aber die Animation daraus war dann schwierig. Der Blitz blieb erst dauerhaft stehen und wenn irgendetwas so wurde, wie ich es wollte, dann veränderte Runway etwas zum Nachteil, das vorher schon perfekt gestimmt hatte. Ich bekam nicht alles hin. Deswegen bewegen sich z.B. die Menschen am Strand nicht. Jonas Bild im Bett fügte ich später in Davinci ein, auch den Lichteffekt im Bild, sowie die Sprechblase.
Unsere Gesellschaft verliert durch ME/CFS viele Tausende hoch engagierte, lebensfrohe Menschen, die wir so dringend zur Bewältigung vieler Krisen und Probleme benötigen würden. Jonas fehlt nicht nur uns sehr, sondern unserer Gesellschaft. Das ist die Bedeutung dieser Szene.

Videolink 04:50: Im Hintergrund läuft ein Video-Clip der Sonne im Badener März. Jonas Bild mit der Pommesgabel ist aus einer Zeit, wo es ihm so gut ging, wie seitdem nie wieder in den letzten 10 Jahren. Er rockte damals manchmal so heftig im Pflegebett, dass ich Sorge um dessen Stabilität hatte. Die Animation des Fotos ist in Davinci gemacht, aber mit Excel-Tabelle 30stel-Sekunden-genau berechnet, eine Schaukelbewegung, die langsam zum Stehen kommt und dann kippt, immer passend zum Takt. Wie Dragomir zum Guitar-Hero wurde, habe ich oben schon mit Bilder-Karussell beschrieben.

Videolink 05:10: Ich beschrieb Kling AI ausführlich diese Szene, so wie sie im Video zu sehen ist. Und bekam einen grotesk lächerlichen Haufen von Rosen, die aus der Lampe auf Jonas gekippt wurden. Flatsch! Da hast Du die doofen Blüten! Es ist daher keine KI in diesem Video-Part. Alles in Davinci berechnete Effekte. Basis ist eine Sonnenblume. Die vom Logo oben bzw. genau die, die im echten Bild oben für Jonas blüht. In verschiedenen Größen, Drehungen, Variationen. Und in drei Schichten, mit der Magic Mask herausgeholt wie auch verschiedene Zonen im Bild: Bettstangen im Vordergrund, Lampe oben, Jonas mit Bettdecke, Pflanzen. Alles einzelne Schichten. Dann diese Ebenen übereinander gelegt. Deswegen rieseln einige Sonnenblumen ganz vorne runter, andere in der Mitte und einige ganz hinten. Die hinten sind im Durchschnitt etwas kleiner und mit einem „Blur“ belegt, damit räumliche Tiefe erzeugt wird. Das Bild habe ich zuvor animiert in Davinci mit einem Glow-Effekt, die Lampe noch mal extra. Dabei nehmen all die Effekte langsam zu, in Excel festgelegt. Der glitzernde Staub ist in Davinci-Fusion mit sechs Effekten hintereinander gebaut. Da war wieder ein Wochenende weg. Den Effekt habe ich im anschließenden Video dann auch noch für eine Sekunde als Übergang eingebaut, mit zwei Stunden Aufwand. Aber genau so wollte ich es haben!

Videolink 05:25: Hier gehen Fiktion und Realität ineinander über, sowas mag ich. Ich machte von dieser Szene aus dem Video ein Poster, brachte es an Jonas Zimmerdecke an und machte davon dieses Foto. Insofern steckt zwar KI drin, aber das Poster ist inzwischen real. Das Bild zeigt auch, wie unperfekt mein Video ist. Die weiße Farbe clippt, sie ist zu grell. War mir am Ende egal, soll sie halt. Mehr Zeit habe ich nicht.

Videolink 05:32: Details auf der Unterseite JustMe/Dragos. Alle Drachen-Videos entstanden mit Kling AI und Davinci und eigenen Aufnahmen von mir. In mehrfacher Mischung. Für das Dragoduction-Team-Bild hatte ich am Ende 10 Schichten übereinander. Der abschließende Flug des Drachenreiters Jonas auf DragoPa war ein sehr mühsames Abenteuer von anderthalb Tagen für mich. Das war die letzte echte Hürde vor Abschluss des Videos. Ich musste mehrfach mein Vorgehen ändern und tricksen, bis es so war, dass es passte. Nicht perfekt – DragoPa sieht da aus wie ein fliegendes Schwein, aber gut genug für mich.

Dieser kleine Kerl scheint überall mal im Video aufzutauchen, wenn man genau hinschaut. Er will halt überall kundtun, dass er – obwohl so klein – ein vollwertiger Ersatz für die fliegenden Drachen sein kann, wenn die mal nicht können. Sagt schließlich seine englische Bezeichnung dragonfly. Er ist so verwegen wie sein Namensvetter Errol und wohl auch irischer Herkunft? – ABER: Der ist gar nicht KI ! Sondern live gefilmt von Jürgen Liebenstein, hier auf seinem Youtube-Kanal: https://www.youtube.com/watch?v=V2pqL2tRAig. Und im Video dabei mit seiner freundlichen Genehmigung. Danke! – So klein sie sind, die KI kriegt den Flug von Libellen nicht hin. Darüber könnte ich jetzt ein eigenes Video machen… Vielleicht will das ja auch jemand sehen?

